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20 Jahre HvO Güntersleben

In ländlichen Gebieten vergeht mehr Zeit als in der Stadt, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. des Notarztes. Andererseits kommt es bei manchen Einsätzen auf jede Minute an, um den Notfallpatienten zu retten oder Folgeschäden zu vermeiden. Deshalb stellt die Feuerwehr Güntersleben bereits seit Dezember1998 den sogenannten „First Responder“ (engl. = erste Antwort) oder auch Helfer vor Ort (HvO) genannt  bereit. First Responder sind ein zusätzliches Glied in der Rettungskette zwischen der Laienhilfe und dem qualifizierten Rettungsdienst.

Die FF Güntersleben war  im Landkreis Würzburg einer der Ersten Wehren, die dieses System implementierte.

Anfangs wurden sie noch vielerorts skeptisch beäugt doch heute, nach 20 Jahren, sind sie aus dem Rettungswesen nicht mehr wegzudenken.

Parallel zum regulären Rettungsdienst alarmiert die Integrierte Leitstelle entsprechend ausgebildete Sanitäter, die direkt vor Ort sind und mit den Erstmaßnahmen beginnen bis der Rettungsdienst eintrifft.

Das Einsatzgebiet umfasste zu beginn neben der Gemeinde Güntersleben auch die Gemeinden Rimpar, Veitshöchheim und Thüngersheim.

Im Laufe der Zeit gründeten sich in den Nachbarorten ebenfalls First Responder Gruppen so dass sich das Einsatzgebiet sich nur noch auf die Gemeinde Güntersleben erstreckt.

Trotz der Verkleinerung des Einsatzgebietes steigerten sich die Einsatzzahlen bis zu einen Höchststand im Jahre 2017 auf über 180 Einsätze. Dies ist für die eingesetzten Kräfte eine enorme Belastung, zumal diese Tätigkeit ehrenaqmtlich geleistet wird. Mittlerweile haben sich die Einsatzzahlen deutlich reduziert, die Kriterien zu denen der HVO alarmiert wird, haben sich geändert. Die Einsatzkräfte der FF Güntersleben mit Führung sehen dies Kritisch, da häufig bei Einsätzen in den Vergangenen Jahren der Notarzt nachgefordert wurde, für den Hilfsbedürftigen reduzierte sich dadurch die Zeitabstand bis zum Eintreffen des Notarztes deutlich.

Die Ausbildung der Eisatzkräfte umfasst mindestens den First Responder Grundlehrgang und umfangreiche zusätzliche Ausbildung, bestehend aus:  AED (Automatischer Externer Defibrillator), Atemwegssicherung mittels Larynxtubus, regelmäßige Gruppenübungen mit wechselnden Themenschwerpunkten. 2-mal  jährlich Schulungen auf Landkreisebene.

Finanziert wird die HVO Gruppen von der Gemeinde Güntersleben und  durch Spenden (Anschaffung Defibrillator). Wir möchten uns  hierfür bei der Gemeinde Güntersleben bedanken. Da es sich um keine Pflichtaufgabe der Feuerwehr handelt, ist die Gemeinde Güntersleben nicht verpflichtet die Finanzierung der HVO zu übernehmen. Dennoch beteiligt sich die Gemeinde bei der Finanzierung der Verbrauchs Materialien und beim Anschaffen des nötigen Equipment.

geschrieben von Johannes Öhrlein

Gruppenführer HvO Gruppe Güntersleben

 

 

hinten v.l.n.r.: Martin Kämpf, Matthias Kuhn, Christian Taupp, Johannes Öhrlein, Norbert Groschup, Jürgen Clauss

vorne v.l.n.r.: Stefan Heller, Matthias Wolfert, Sebsastian Heller

Es fehlen: Jochen Neuland, André Steigerwald Stefan Hartmann, Pascal Fellner, Sebastian Geißler